Neues von der TAFEL im Juli 2017

  • Neues Halbjahr – neue Regelungen
  • Jahreshauptversammlung
  • Wichtig für uns: Bundestafeltreffen 2017

Liebe TAFEL-Freunde und TAFEL-Kunden, liebe Leser/innen,

ein neues Halbjahr hat begonnen; das heißt für uns, neue Kundenausweise auszugeben, die bis Ende Dezember 2017 zum Einkauf berechtigen.
Etwas verspätet, nämlich erst heute, haben wir damit begonnen und konnten gleich ca. 140 Ausweise verlängern bzw. neu ausgeben. Die Kundenverwaltungssoftware, die ein Freund der TAFEL, genau auf unsere gewohnten Betriebsabläufe zugeschnitten, programmiert hat, macht das erst möglich.
Kunden können sich natürlich wie immer auch zu den Verkaufszeiten der TAFEL (dienstags und freitags von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr) anmelden bzw. den Ausweis verlängern lassen; sie erhalten den neuen Ausweis dann bei ihrem nächsten Einkauf.
Unsere herzliche Bitte, besonders gerichtet an unsere ‚Alt-Kunden‘, aber auch an Integrationshelfer und Flüchtlingsbetreuer: Bitte legen Sie unbedingt einen gültigen blauen bzw. gelben DORSTEN-PASS für sich und Ihre Angehörigen vor; er ist Grundlage für einen Kundenausweis! Das erspart uns Zeit und Ihnen lange Wege.
Eine erfreuliche Änderung: Bis auf Weiteres können Sie wieder wöchentlich bei uns einkaufen!
Aktuell erhalten wir sehr viele Waren, die wir natürlich auch gerne weitergeben wollen, und deutlich weniger Kunden kommen regelmäßig. Falls sich die Situation im Laufe des Halbjahres ‚verschärft‘, werden wir Neukunden wieder auf den 14-Tage-Rhythmus setzen müssen. Mehr als etwa 75 Kunden schaffen unsere Verkäuferinnen an einem Nachmittag eben nicht (Hintergrund: Jeder Kunde wird einzeln durch den Laden geführt und bei der Auswahl der Waren – wenn nötig – beraten. Wir haben – auch aus Platzgründen – keine Theke. Hygienebestimmungen verbieten Selbstbedienung.)

Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag, 23. Juni 2017 im Café Pott wurden die Kassenwartin und der Vorstand einstimmig (bei Enthaltung der jeweils Betroffenen) entlastet.
Der komplette Vorstand wird einstimmig (bei Enthaltung der Vorstandsmitglieder) wiedergewählt.

Vorsitzender Herbert Rentmeister
1. stellv. Vorsitzende Hedwig Schnatmann
2. stellv. Vorsitzender Johannes Wulf
Kassenwartin Ursula Riedel
stellv. Kassenwartin Veronika Plemper
Schriftführer Hugo Bechter
Beisitzer:
–   Anne Monheim
–   Marlies Terbeck
–   Heidi Lohrke
Kassenprüfer
– Ingrid Winkel
– Werner Günther

Der Kassenbericht musste einen deutlichen Rückgang an Spenden verzeichnen. Ein wesentlicher Grund: Stiftungen, die uns regelmäßig großzügig bedenken, fehlen aktuell die notwendigen Zinserträge. Hoffen wir mal, dass bald wieder große Steuerstrafverfahren zu einem rechtskräftigen Urteil kommen; davon hat unsere TAFEL in den vergangenen Jahren kräftig profitiert.
Und wenn hier ein Richter mitliest: Auch kleinere Geldbußen sind herzlich willkommen! 
Der Spendenrückgang gefährdet aber weder den laufenden Betrieb noch unsere geplanten Investitionen für das kommende Geschäftsjahr: wir haben ein solides Polster. Wichtigstes Vorhaben: ein großzügiges Vordach vorm Laden, das den Kunden und – ganz wichtig – den anliefernden Fahrern endlich einen Wetterschutz bietet.

Ganz großer Dank gilt – wie seit Jahren – den Pfadfindern von St. Barbara in Barkenberg, die die Mitarbeiter der Tafel im Anschluss an die Jahreshauptversammlung beim Dankeschön-Essen so herrlich begrillt und bewirtet haben!

Die aktuell mehr als 900 deutschen TAFELn sind in Landesverbänden und im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. organisiert. Bei der diesjährigen Bundesversammlung in Potsdam stand die Diskussion um einen einheitlichen ‚Markenauftritt‘ im Vordergrund. Ein Grund für eine gemeinsame ‚Marke‘ TAFEL ist, zum Beispiel zu verhindern, dass gewerbliche Anbieter unseren ‚guten Namen‘ TAFEL für ihre kommerziellen Zwecke missbrauchen. Juristen hielten es für unabdingbar, dass dazu alle TAFELn einen einheitlichen Namen und ein einheitliches Logo haben.
Aus der DORSTENER TAFEL e.V. hätte dann TAFEL DORSTEN e.V. werden sollen. Zum Glück konnte – nach heftigem Widerspruch und mit Zustimmung der Juristen – ein kluger Kompromiss gefunden werden: Bundesverband und Landesverbände benennen sich um; die örtlichen Tafeln müssen dies vorerst nicht! Für uns in Dorsten bedeutet dies eine wichtige Ersparnis: Änderungen im Vereinsregister, neue Aufkleber auf den Fahrzeugen, neue Werbemittel … hätten enorm viel Geld ‚verbraten‘; unser Geld, also Ihr Spendengeld, können wir deutlich besser und sinnvoller einsetzen als für juristische Feinheiten. Was sich Zug um Zug in unserem Auftritt nach außen verändern wird: Aus „DIE TAFELN – Essen, wo es hingehört“ wird „DORSTENER TAFEL – Lebensmittel retten. Menschen helfen.“ oder „TAFEL DORSTEN – Lebensmittel retten. Menschen helfen.“
Auch wenn die DORSTENER TAFEL noch einen Mittagstisch (in der Altstadt) betreibt, in dem zubereitetes Essen angeboten wird, so macht der neue Slogan doch deutlich, dass die Rettung von noch guten, unverdorbenen Lebensmitteln vor der Vernichtung ein wichtiger Bestandteil des TAFEL-Gedankens ist.

Achja, dann war da noch …… der eifrige TAFEL-Fahrer (natürlich nicht aus Dorsten …), der bei der Warenabholung in einem Supermarkt versehentlich eine Menge Kisten gerade frisch gelieferter Waren einpackte. Als der Irrtum auffiel, war es zu spät für eine Rückabwicklung: fast alles war schon zum TAFEL-Preis (um die 10% des ursprünglichen Verkaufspreíses) an die glücklichen TAFEL-Kunden gegangen. Dem Vernehmen nach einigten sich Supermarkt und örtliche TAFEL auf ‚fifty-fifty‘ bei der Schadensbegrenzung …

Nicht lustig, sondern ganz schön ernst: Wir brauchen immer noch dringend Fahrer und Beifahrer ohne große Rückenprobleme für den Lebensmitteltransport und ein Team, das nähen, waschen und verkaufen kann, für den Freitagsbetrieb im Kinderladen! 

Shopping-Erlebnis der anderen Art

Ihr habt die Chance, ein- bis zweimal wöchentlich vor den allgemeinen Öffnungszeiten, wenn die Stadt noch ruhig und menschenleer ist, ganz viele Kisten, jede bis zu 20 kg schwer, aus den Geschäften zu holen. Und das Beste: Euer Geld könnt Ihr zu Hause lassen und Ihr fahrt in einer vollklimatisierten Großraumlimousine!

Unsere vollklimatisierten Großraumlimousinen …
Und nun das Kleingedruckte:
Nach der Tour übergebt Ihr die Kisten an die freundlichen TAFEL-Mitarbeiterinnen, die die Waren für den Verkauf an Bedürftige vorbereiten. Als Lohn gibt es das Bewusstsein, ganz viele gute Lebensmittel vor der sinnlosen Vernichtung gerettet und bedürftigen Erwachsenen und Kindern geholfen zu haben.

Kontakt zur TAFEL

Ehrennadel der Stadt für Hedwig Schnatmann

v.l. Bernd Schwane, Friedhelm Fragemann, Marianne Halm (Tafel), Hedwig Schnatmann, Herbert Rentmeister (Tafel), Veronika Plemper (Tafel) und Tobias Stockhoff, Foto: jotw 2017

Damit, dass der Bürgermeister ihr zu ihrem runden Geburtstag gratuliert, hatte Hedwig Schnatmann ja durchaus gerechnet; schließlich ist er auch der Schirmherr der Dorstener Tafel.

Was Tobias Stockhoff bei seinem Kommen heute Mittag in der Tafel allerdings ‚im Gepäck‘ hatte, machte sie ein wenig verlegen und sprachlos: Mit ihm kamen die Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Bernd Schwane und Friedhelm Fragemann (Susanne Fraund und Tristan Zielinski waren leider verhindert) und eine Urkunde über die Verleihung der Goldenen Ehrennadel der Stadt Dorsten.

Foto: jotw 2017

In einigen Worten betonte Stockhoff die Einstimmigkeit, mit der die Stadtratsfraktionen seinem Vorschlag zur Verleihung der Ehrennadel gefolgt seien, und dankte für das außergewöhnliche Engagement der mittlerweile 80-Jährigen, die seit dem Start der Tafel im Jahr 2003 den Dorstener Laden leitet und das Tafel-Team organisiert und koordiniert.

Am ‚Arbeitsplatz überrascht: Bürgermeister Stockhoff überreicht Hedwig Schnatmann die Urkunde zur Ehrennadel in Gold; Foto: jotw 2017

In ihren Dankesworten zeigte Hedwig Schnatmann ihre Freude über die ‚offizielle‘ Anerkennung  der ehrenamtlichen Arbeit der Dorstener Tafel; sie sei  eine im Team der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, denen es zu verdanken sei, dass die Tafelarbeit so erfolgreich ist. Im Übrigen sei sie auch nicht die einzige, die von Anfang an dabei ist.

Dem Glückwunsch von Bürgermeister und Stadtratsfraktionen schließen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uns gerne an!

Bleib gesund („Die Arbeit hier hält mich fit!“) und munter und:
Mach die 20 Jahre noch voll, liebe Hedwig!

v.l.: Hedwig Schnatmann, Veronika Plemper (Tafel), Tobias Stockhoff, Johannes Wulf (Tafel), Bernd Schwane, Marianne Halm (Tafel), Friedhelm Fragemann, Herbert Rentmeister (Tafel) Foto: Bludau 17.5.2017 – Dorsten
Richtlinien

für die Ehrung von Personen,
die sich um die Stadt Dorsten verdient gemacht haben
vom 27.01.2016

Der Rat der Stadt Dorsten hat in seiner Sitzung am 27.01.2016 aufgrund des § 34 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen und des § 8 der Hauptsatzung für die Stadt Dorsten folgende Richtlinien erlassen:
§ 1
Art der Ehrungen
Personen, die sich um das Wohl der Stadt Dorsten verdient gemacht haben, kann als Anerkennung

  • die Ehrennadel
  • die Stadtplakette
  • das Ehrenbürgerrecht
  • die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister/in“

verliehen werden.

§ 2
Ehrennadel
1. Personen, die sich aus eigener Initiative oder durch langjährige Mitgliedschaft bzw. besonderes Engagement in Vereinen und Verbänden oder sonstigen Organisationen um das Wohl der Stadt Dorsten in allgemeiner Hinsicht verdient gemacht haben, kann die
Ehrennadel verliehen werden.
2. Die Ehrennadel wird in Silber (versilbert) oder Gold (vergoldet) verliehen. Sie zeigt das Wappen der Stadt Dorsten.
3. Über die Vergabe der Ehrennadel entscheidet der Bürgermeister nach eigenem Ermessen in Abstimmung mit dem Rat. Die Zustimmung kann über die Fraktionsvorsitzenden eingeholt werden.